AStA Universität Hamburg
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Starke Frauen – starke Uni

Feminismus: eindeutig etwas von gestern. Das Wort Emanze: längst Schimpfwort.

War die Frauenbewegung nicht eine Massenbewegung?

Ist sie wegen Erfolgs auf ganzer Linie eingestellt worden, nur weil der Deutsche Bundestag im Jahre 2005 erstmals eine Bundeskanzlerin wählte?

Begegnen die Frauen den Männern überall auf gleicher Augenhöhe, im Beruf wie im Privatleben?

Verdienen Frauen in ähnlichen Positionen ebenso viel wie Männer?

Entspricht die Zahl der Professorinnen an der Universität Hamburg der Zahl der Studentinnen?

Ist eine Karriere problemlos mit dem Wunsch nach Kindern vereinbar?

Eben nicht.

Die Gleichstellungsarbeit ist nach wie vor ein wichtiges Mittel, um diese Probleme einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und ein Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen.

Wir haben verschiedene hochschul- und/ oder gesellschaftspolitisch engagierte Studentinnen sowie Gleichstellungsbeauftragte und Professorinnen gefragt:

WARUM ist Gleichstellungsarbeit immer noch wichtig?

Daraus entstand dann die Plakatkampagne „Starke Frauen – Starke Uni“, welche während der Frauenhochschulwoche an der Uni und in studentischen Lokalitäten stattfindet. Die meisten Fotos wurden gemacht von Vanessa Brink, Inhaberin des Fotostudios 85mm photographie. Eine komplette Sammlung aller 16 Plakate findet sich im AStA Flur (VMP 5) und hier:

 

Aleksandra Szymanski, 1. Vorsitzende des AStA der Universität Hamburg

"Wahre Emanzipation zeigt sich meiner Meinung nach darin, keinerlei Gedanken an den Geschlechterunterschied zu verschwenden, sondern einfach selbstbewusst zu handeln und aufzutreten. Deshalb stellt sich für mich die Frage nach Gleichberechtigung erstmal nicht. Vielen Frauen fehlt dieses Bewusstsein jedoch noch, weshalb Gleichstellungsarbeit immer noch wichtig ist. Damit eine Auseinandersetzung mit diesen Problemen möglich ist und die Fähigkeiten der Frauen gestärkt werden können."

 

Jasmin Fischer, studentische Gleichstellungsbeauftragte im AStA der Universität Hamburg

"Die Frauen von heute sind egoistischer als ihre Vorfahren, haben mehr Gestaltungsspielraum in der Lebensplanung und sind deutlich selbstbewusster- diese Freiheit haben wir uns erkämpft. Wer jedoch glaubt, im Bereich Gleichstellung sei alles erreicht, gebe es nichts mehr zu tun, der irrt gewaltig! Noch immer spielen unbewusste Rollenverteilungen und unterschiedliche Wahrnehmungen zwischen den Geschlechtern eine große Rolle im Leben vieler Frauen. Deshalb lohnt es sich, weiterzukämpfen und aktive Gleichstellungsarbeit zu leisten- denn die Vergangenheit zeigt, dass es nicht immer so bleiben muss."

 

Anja Riegel, AStA- Referentin für Hochschulpolitik und Fachschaftsvernetzung

"Die Gleichstellung der Geschlechter ist Nichts, was vom Himmel gefallen ist. Im Gegenteil: Die Frauen haben sich diese Rechte hart erkämpft. Da noch immer nicht allein individuelle Fähigkeiten und Bedürfnisse eines Menschen ausschlaggebend sind für dessen Berufsweg und Lebensplanung, ist Gleichstellungsarbeit immer noch wichtig- für beide Geschlechter. Das aktive Arbeiten an der Abschaffung von Ungleichbehandlung und geschlechterbedingter Diskriminierung ist dabei elementar für eine wirkungsvolle Gleichstellungsarbeit."

 

 

Alexandra Karge, AStA- Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit und Vorsitzende der Jura- Liste

"Die Zahl der Abiturientinnen und der weiblichen Studierenden liegt mittlerweile schon über der der Männer. Doch mit jeder Karrierestufe sinkt der Frauenanteil- aus den unterschiedlichsten Gründen. Ich will jedoch auf jeden Fall Karriere machen- deshalb finde ich es wichtig, dass es eine Einrichtung zur Förderung der Gleichstellung gibt. Auf diese Weise ist es möglich, die Karrierehindernisse für Frauen aus dem Weg zu räumen und für beide Geschlechter die gleichen Chancen zu bieten."

Anne Fischer, Mitglied des Fachschaftsrats Wirtschaftswissenschaften und der WiWi-Liste

"Die Frauen von heute sind in vielerlei Hinsicht selbstbewusster und egoistischer geworden- das ist gut so. Aber viele Frauen sehen sich beim Erklimmen der Karriereleiter mit Vorwürfen ihres Partners konfrontiert, das bremst aus. Das macht es nicht immer leicht, sein Leben so zu gestalten, wie man es gern hätte. Frauen dürfen jedoch nicht immer nur zurückstecken- deshalb ist Gleichstellungsarbeit immer noch wichtig. Denn die Zeiten ändern sich, die Vorwürfe bleiben die gleichen."

 

 

Gabriele Löschper, amtierende stellvertretende Präsidentin der Universität Hamburg

 

Dana Behrendt, Mitglied des Fachschaftsrats Wirtschaftswissenschaften und der WiWi- Liste

 

Monika Bullinger, Gleichstellungsbeauftragte der Universität Hamburg

 

Gun Röttgers, ehemalige studentische Gleichstellungsbeauftragte des AStA der Universität Hamburg und Mitglied der Juso- Hochschulgruppe

 

Kerstin Lembke, Mitglied der internationalen Hochschulgruppe AIESEC

 

Insa Sjurts, Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

 

Leonie Kusch, ehemalige AStA- Referentin für Hochschulpolitik

 

Karola Janusch, Mitglied der Juso- Hochschulgruppe

 

Mania Strube, Gleichstellungsbeauftragte an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre

 

Leonie, Anneke und Mandy, Mitglieder der Hochschulgruppe MTP- Marketing zwischen Theorie und Praxis

 

Katharina Tietje, Mitglied des Fachschaftsrats Handelslehramt

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